Die japanische Singer-Songwriterin Hana Kogure kehrt mit LUZ, ihrem vierten Album, zurück – ein sanft leuchtendes Werk, das eigene Songs, portugiesische Einflüsse und intime akustische Klangwelten zu einer zutiefst persönlichen musikalischen Landschaft verschmilzt. „LUZ“ (portugiesisch für „Licht“) spiegelt sinnbildlich die emotionale Atmosphäre des gesamten Albums wider: ein sanftes und doch unerschütterliches Licht, das sich in Erinnerungen, Reisen, Sehnsüchten und den kleinen Dingen des Alltags findet.
In zehn sorgfältig ausgearbeiteten Titeln bewegt sich Hana Kogure frei zwischen japanischem Songwriting und lusophonen Musiktraditionen. Das Album enthält Neuinterpretationen portugiesischer Klassiker wie „Júlia Florista” und „Tudo Isto É Fado” sowie Eigenkompositionen wie „Hatsukoi” und „Monochrome no Yume no Naka de”. „Kimi no Ie Made” besticht durch einen japanischen Originaltext, der auf eine traditionelle Fado-Melodie gesetzt wurde, und vertieft so den Dialog zwischen japanischer und portugiesischer Musikkultur auf dem Album.
Anstatt die portugiesische Musik lediglich als Hommage zu betrachten, integriert Hana diese Einflüsse auf ganz natürliche Weise in ihren eigenen, zurückhaltenden und äußerst persönlichen Songwriting-Stil. Musikalisch basiert „LUZ” auf einem warmen, organischen Ensembleklang. Klavier, Blockflöte, Tuba, Streicher, Percussion, Cello, Kontrabass und portugiesische Gitarre kommen in den subtilen und sorgfältig ausgewogenen Arrangements der Pianistin und Produzentin Masayo Nagata auf dem gesamten Album zum Einsatz. Eine besonders wichtige Rolle spielen die portugiesischen Gitarrenparts von Kazufumi Tsukimoto, dessen Spiel die japanischen und portugiesischen Einflüsse des Albums sanft miteinander verbindet. Die Geigerin und Bratschistin Yuriko Mukoujima verleiht dem Ensemble Wärme und emotionale Tiefe, während der Blockflöten- und Tubaspieler Takero Sekijima mit seinen unverwechselbaren Klangfarben einigen Titeln eine fast filmische Atmosphäre verleiht.
Im Mittelpunkt steht Hana Kogures Stimme: zart, gesprächig und emotional unmittelbar. Sie singt nicht mit dramatischen Gesten, sondern umhüllt von Intimität und Nähe. So entführt sie die Zuhörer in stille Gefühlslandschaften, die noch lange nach dem Ende der Musik nachklingen.
Im Laufe der Jahre hat sich Hana Kogure eine einzigartige Position innerhalb der japanischen Independent-Musikszene erarbeitet. Sie zieht Zuhörer aus den Bereichen Folk, Chanson, Fado, Weltmusik und experimenteller Akustikmusik gleichermaßen an. „LUZ“ ist vielleicht ihr bisher raffiniertestes und ausgereiftestes Werk – ein Album, das leise spricht und dennoch tief nachhallt.
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