Maria Kalaniemi am Akkordeon und Pekko Käppi an der griechischen Leier Jouhikko haben gemeinsam ein außergewöhnliches künstlerisches Werk geschaffen, das auf einem finnischen Gedicht aus dem „Kalevala” basiert. Das Ergebnis ist Runengesang auf Schwedisch, der eine Geschichte erzählt und die unerklärliche, emotional bewegende Kraft der Musik einfängt. Das Album entführt auf eine magische Reise, auf der sich kraftvolle Harmonien, zarte Melodien und klangvolle Kirchenglocken miteinander verflechten.
Das gemeinsamen Album beruht auf dem Gedicht 41 aus dem finnischen Nationalepos „Kalevala“. In der langen epische Erzählung musiziert die Hauptfigur Väinämöinen für alle Menschen und Lebewesen im Wald. Er spielt eine Kantele, die er selbst aus dem Kopf eines Hechts hergestellt hat. Mit seinem Spiel und Gesang berührt er alle und rührt sie zu Tränen. Selbst die Waldtiere sind von seiner Musik verzaubert. Väinämöinen selbst vergießt Tränen, die auf den Boden fallen, in den See sickern und sich in blaue Perlen verwandeln.
„Der Zugang zu dieser speziellen schwedischen Übersetzung der Huldéns aus dem Jahr 1991 hat mir diese Geschichte noch nähergebracht und die faszinierende Welt erweitert, die Künstler aller Zeiten im Kalevala gefunden haben“, erzählt Maria Kalaniemi. „Für mich ist dieses Gedicht ein kraftvolles Lied über die bleibende Bedeutung von Musik und Gesang für uns Menschen.“
Für das Album wurde das gesamte Werk in einer einzigen Aufnahme in Kalaniemis Wohnzimmer eingespielt. Dadurch konnten der Rhythmus des Gedichts, der Erzählfluss und die Darbietungsweise während des gesamten Stücks bewahrt werden. Das Gedicht zieht sich durch das halbstündige Werk, das in verschiedene musikalische Abschnitte unterteilt ist. Die Melodien, die das Gedicht umgeben, sind spontan entstanden. Aus der Magie eines einzigen, unverwechselbaren Klangs entsteht eine starke Stimmung. Das moderne Konzertakkordeon und die alte Jouhikko verweben kraftvolle Harmonien um die lebhaft entfalteten Verse der Geschichte.
Jeder musikalische Abschnitt des Albums hat seine eigene, unverwechselbare Atmosphäre. Maria Kalaniemi beschreibt die Teile des Werks als Landschaften und erläutert, wie jeder Abschnitt eine andere innere Vision hervorruft. So führt „Hymni” ihre Gedanken beispielsweise zurück zu ihren Wurzeln – zunächst nach Polen, von wo aus die Familie Orbinski väterlicherseits nach Karelien, nach Pyhäjärvi und später nach Savo zog. Auf diese Weise wird die Hymne auch zu einer Art Reise, auf der man den Klang von Kirchenglocken hören kann.
Obwohl das Album nur ein Gedicht präsentiert, sieht Kalaniemi es als Teil eines Kontinuums. Die Idee, dieses Gedicht aufzuführen, begleitet sie schon seit langer Zeit. Im Laufe der Zeit hat sich die Aufführung von einem Solo zu einem Duo entwickelt. Nun ist die Musik bereit, einen neuen Weg einzuschlagen und mit einem neuen Gedicht zu verschmelzen, um ein neues Kunstwerk zu entstehen lassen.
„Tåreportens Pärla” ist ein beeindruckender Neuanfang: Die Akkordeonistin Maria Kalaniemi und der Jouhikko-Künstler Pekko Käppi interpretieren finnische Runen in schwedischer Sprache und entführen die Zuhörer:innen in eine bezaubernde Welt, einen magischen Grenzraum. Am Ende der Reise ist man nicht unbedingt nach Hause zurückgekehrt, sondern wurde auf subtile Weise in einen fast immateriellen, spirituellen Zustand versetzt. Echos aus den fernen Ursprüngen des Runengesangs hallen nach und prägen sich für immer ins Bewusstsein der Zuhörer ein.“ – Pekka Hako
Maria Kalaniemi
Im Laufe ihrer mehr als 40-jährigen Karriere hat Maria Kalaniemi die Wahrnehmung des Akkordeons und der darauf gespielten Musik neu definiert. Sie ist bekannt für ihre außergewöhnliche Sensibilität als Konzertkünstlerin sowie für ihre hochentwickelte Virtuosität und Beherrschung des Instruments. Als Solistin und Ensemblemusikerin trat sie im Rahmen ihrer nationalen und internationalen Projekte weltweit auf, unter anderem in Konzertsälen in Wien, Festivalhallen in Tokio und in einem Herrenhaus in Espoo, Finnland. Ihr preisgekröntes Repertoire umfasst neben einem umfangreichen Werk eigener Kompositionen auch das schwedischsprachige finnische Musikerbe. Im Jahr 2018 wurde Maria Kalaniemi mit dem finnischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet und in die Königlich Schwedische Musikakademie gewählt.
Pekko Käppi
Pekko Käppi hat sich auf die tausendjährige Tradition des Jouhikko spezialisiert und befasst sich zudem mit den obskursten und verstaubtesten Randbereichen archaischer, ungeschriebener Gesangstraditionen. Seine rohen und reduzierten Darbietungen haben das Publikum sowohl in Finnland als auch auf internationalen Bühnen zum Schweigen gebracht. In seiner Musik entfaltet sich ein Gefühl von finnischem Voodoo und urzeitlicher, archaischer Kraft, das eine unwiderstehliche Magie entfaltet.
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